![]() Einleitung zur Ausrüstung
Wer anfängt sich auf eine Kilimanjaro Besteigung vorzubereiten, wird im Internet nach der richtigen Ausrüstung suchen, wird Produktkataloge von Vaude, Patagonia, Mammut und Wolfskin studieren, von den hohen Preisen schockiert sein und sich viele Fragen stellen. Brauche ich das wirklich? Atmungsaktivität ? 3 Schichten Membran Jacken? Ist das alles Trend oder Geldmacherei?
Mein Onkel war vor zehn Jahren mit einem Wollpulli und einer Weste auf dem Gipfel, in seinem Gepäck war ein sehr schwerer Regenplastikponcho. Ungefähr zur selben Zeit war auch mein Vater mit Schuhen vom Aldi auf dem Gipfel.
Die Antwort liegt, wie so oft, dazwischen.
Wer oft in die Berge geht sollte nicht sparen. Qualität hat seinen Preis und gute Produkten vergrößern die Lebensdauer und die Freuden. Generell kommt man auch mit schlechter Ausrüstung auf den Kili rauf, vielleicht aber nicht so bequem. Mit einem billigen Schlafsack friert man nachts und mit einfachen Schuhen hat man im Regen keine Freuden. Wer, wie ich Glück mit dem Wetter hat, braucht keine teueren atmungsaktiven regendichten Wanderstiefel. Wenn es regnet sieht es dann wieder anders aus. Wer an Ausrüstung spart wird sich jeden Tag darüber ärgern, wer zuviel ausgibt und sich eine VAUDE Jacke mit EVENT Membran für 500 Euro kauft und sie außer am Gipfeltag, nie wieder im Leben braucht, ärgert sich bestimmt auch. Also wie Du siehst, ist die Entscheidung gar nicht so einfach. Der Trick im Anziehen ist es, mehrere dünne Schichten übereinander zu ziehen. So kann man der Temperatur entsprechend reagieren. Das ideale Kleidungsstück transportiert den Schweiß zur äußersten Schicht, die sie dann an die Umgebung abgibt. Die äußerste Schicht ist zusätzlich im Idealfall Wind- bzw. Regendicht. Übrigens ist alles was Regendicht ist auch Winddicht. Materialien wie Baumwolle zum Beispiel haben den Nachteil, dass sie den Schweiß aufsaugen und nicht nach außen abgeben. Nasse Kleidungsstücke unterkühlen somit den Körper ständig, gerade bei Pausen, wenn der Körper nicht mehr in Bewegung ist. Als unterste Schicht eignete sich Funktionswäsche, dadrüber trug ich eine wärmende Fliesschicht und dann eine rubuste, bequeme und winddichte äußere Schicht und im Notfall zusätzlich eine Regenschicht. Auf dem Gipfel hatte ich nur meine Windjacke an. Später zog ich meine Regenjacke darüber, weil sie länger ist. Die anderen hatten Skijacken an, was ich beim nächsten Mal auch anziehen würde. Gamaschen sind praktisch, gerade wenn es regnet, bei schönem Wetter nicht unbedingt erforderlich. Dennoch trug ich sie immer, damit der Schmutz und die Kälte draußen bleiben. Gamaschen werden durchs Schwitzen innen sehr naß, was aber nicht stört und es sich nicht lohnt deshalb teure Goretex-Gamaschen zu kaufen. Schlafsack mit Daunen würde ich nicht empfehlen, da sie zu viel Feuchtigkeit aufsaugen und zerstört werden, da der Schlafsack über eine längere Zeit nicht lüften kann. Der Komfortbereich sollte zwischen -5 und -15 Grad sein. Der Tagesrucksack sollte Platz für die Trinkflaschen bieten, den Regenklamotten, einer Lunchbox, Müsliriegel und evtl. erste Hilfe Sachen. Ich hatte da einen 4 Euro Rucksack vom letzten Thailand Urlaub und war zufrieden damit. Den Rest der Sachen hatte ich in Tüten verpackt in einem großen Rucksack. Dieser wiederum steckte ich in einem alten US-Seesack. Besser sind regendichte Seesäcke von der Firma Ottlieb. Die Sachen, die auf der folgenden Seite steht betrifft die Wanderungen. Für den Aufenthalt auf Zanzibar legte ich zusätzliches Gepäck in meinen großen Rucksack. |
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